Als Fettverbrennung bzw. Fettsäureoxidation werden chemische Reaktionen im menschlichen Körper bezeichnet, bei denen eine Fettsäure ein oder mehrere Elektronen an einen speziellen Elektronenakzeptor abgibt. Auch die im Stoffwechsel ablaufenden α-, β- und ω-Oxidationen sind Fettverbrennungsvorgänge, welche alle drei der Energiegewinnung dienen.

Fett -> Fettsäuren -> Energie

Zunächst werden mit der Nahrung aufgenommene Fette vom Körper mittels Enzymen in Fettsäuren zerlegt und diese anschließend dem Fettstoffwechsel zugeführt. Die Fettverbrennung läuft nahezu ständig ab und ist dabei vom persönlichen Energiebedarf und einer eventuellen körperlichen Betätigung abhängig.

Gesunde Ernährung und Sport: Basis für eine gute Fettverbrennung

Um im Rahmen einer gesundheitlichen Maßnahme oder aus ästhetischen Gründen gezielt abzunehmen, bedarf es einiger Umstellungen. Zunächst sollte die eigene Ernährung auf Schwachstellen überprüft und der eigene Kalorienbedarf errechnet werden. Dieser ist individuell verschieden und hängt mit den jeweiligen körperlichen Tätigkeiten am Tag zusammen. Wird im Endeffekt mehr Energie aufgenommen als verbrannt, muss zusätzlich mehr Bewegung in den Alltag integriert werden. Neben Fitnessstudio oder Schwimmen kommen auch Ballsport und Ausdauerlauf dafür in Frage, möglichst schnell an Gewicht zu verlieren.

Da es aufgrund von Zeitproblemen nicht immer möglich ist, ausreichend Sport zu treiben, kann es unter Umständen sehr lange dauern, bis der gewünschte Gewichtsverlust zu verzeichnen ist, doch es gibt eine Lösung. Bestimmte Nährstoffe besitzen die Eigenschaft, die körpereigene Fettverbrennung zu aktivieren und zu beschleunigen.

Auf diese Art und Weise ist eine schnellere Abnahme und eine nachhaltigere Fettverbrennung möglich, es bedarf nur einiger ausgewählter Nahrungsergänzungsmittel.

Wissenswertes über Fettverbrennung und Adipositas

Personen mit einer ineffizienten Fettverbrennung neigen naturgemäß zu leichtem bis starkem Übergewicht und haben zudem oft mit dessen Begleiterscheinungen zu kämpfen. Nicht immer ist eine unausgewogene bzw. besonders fetthaltige Ernährung ursächlich für Figurprobleme, auch genetische Faktoren oder Nebenwirkungen von Medikamenten wie Cortison tragen in vielen Fällen zu einer verminderten Fettverbrennung bei.

Es gibt zudem einige Stoffwechselstörungen, durch welche der normale Energieerzeugungszyklus ausgebremst wird und die Fettverbrennung nur unzureichend abläuft.

Fruchtose und Glucose

Hinzu kommt, dass es bereits erwiesen ist, dass Fruchtzucker die Anreicherung von Körperfett bewirken kann 1. Fructose wird im Gegensatz zur Glucose viel schneller vom Körper in Fett umgewandelt und stimuliert außerdem die Fettsynthese.

Des Weiteren führt Fructose zu einer vermehrten Einlagerung von Fetten aus der Nahrung und begünstigt so die Entstehung von Übergewicht. Besonders erschreckend ist jedoch die Tatsache, dass vor allem in Diätartikeln viel Fruchtzucker enthalten ist und somit gerade Abnehmende gefährdet sind, einen Rückschlag in der Gewichtsreduktion zu erleiden. Auch Fertigprodukte sind oftmals reich an Fructose und unterstützen somit ebenfalls den Prozess der kontinuierlichen Fettanreicherung.

BMI: Body-Mass Index

Bei der Berechnung des Body-Mass-Index (BMI), welcher Körpergröße und -gewicht in eine Relation zueinander bringt, gelten Werte über 25 (Frauen) bzw. 26 (Männer) als Zeichen für Übergewicht und Werte ab 30 sogar als adipös. Unter Adipositas wird eine gesteigerte Fettleibigkeit verstanden bei welcher es zu einer jenseits der normalen Grenzen liegenden Fettanreicherung kommt und sich infolge des starken Übergewichts bereits krankhafte Auswirkungen zeigen.

Besonders der Bauchumfang und das Verhältnis von Taille zu Hüfte können Aufschluss darüber geben, ob nur einfaches Übergewicht oder doch eine beginnende Fettsucht vorliegt. Interessant ist auch die Erkenntnis, dass adipöse Personen nicht unbedingt zu viele Kalorien zu sich nehmen, dafür aber zu viele gesättigte Fettsäuren und gleichzeitig zu wenig Vitamine und Mineralstoffe 2. Die Fehlernährung vieler Menschen wird durch den ebenfalls weit verbreiteten Bewegungsmangel in ihren Konsequenzen noch verschärft.

Übergewicht verursacht bekannte Zivilisationskrankheiten

Besonders erschreckend sind dabei die möglichen Folgeerkrankungen einer Adipositas, wozu unter anderem Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Brustkrebs gehören. Im weiteren Verlauf können Arteriosklerose, Gicht und auch Herzinfarkte hinzukommen.

Für jegliche Bestrebungen einer Gewichtsreduktion können zahlreiche natürlich vorkommende Stoffe zur unterstützenden und beschleunigenden Wirkung genutzt werden. Auch bei nur leicht übergewichtigen Personen zeigen verschiedene Nahrungsergänzungsmittel positive Erfolge, indem sie die Fettverbrennung ankurbeln und den Stoffwechsel aktivieren. Es sind ausdauernde Sporteinheiten mit kürzeren Regenerationspausen und ein besserer Muskelaufbau im Gegenzug zu einer intensiven Fettreduktion möglich. Abnehmgewillte sollten auf längere Sicht zu viele gesättigte Fettsäuren durch solche ersetzen, die für den Körper essentiell und ein- oder mehrfach ungesättigt sind.

Auch sollte der tägliche Energieverbrauch um mindestens 500 kcal höher liegen als die Energieaufnahme über Nahrungsmittel. Eine ballaststoffreiche und fettarme Ernährung wird am besten durch eine gleichzeitige Aufnahme von Präparaten unterstützt, welche die Fettverbrennung steigern.

Vitamine für eine effizientere Fettverbrennung

Mittlerweile ist durch zahlreiche Studien und Untersuchungen bekannt, dass es Nährstoffe gibt, welche die Verdauung und den Stoffwechsel ankurbeln und so zu einer gesteigerten Fettverbrennung führen.

Sie können unterstützend während einer Diät oder Sport wirken, aber auch vorbeugend gegen drohendes Übergewicht eingenommen werden.

L-Carnitin steigert Fettverbrennung

Eine wesentliche Rolle spielt beispielsweise L-Carnitin, welches essentiell am Energiestoffwechsel menschlicher Zellen beteiligt ist. Es dient dabei Fettsäuren als Akzeptormolekül und sorgt dafür, dass selbst langkettige Vertreter durch die Mitochondrienmembran gelangen können. In diesen erfolgt schließlich eine Verstoffwechselung mit dem Ziel der Energieerzeugung. L-Carnitin reichert sich vor allem in Geweben an, in welchen ein hoher Fettsäuremetabolismus erfolgt, so ist es zu ca. 98 % in Skelett- und Herzmuskulatur zu finden.

Da L-Carnitin ein wasserlöslicher Stoff ist, ist es nierengängig und wird bei Dialysepatienten jedes Mal mit aus dem Blut entfernt. Es bildet sich dadurch ein Mangel aus, welcher weiterhin mit der Entstehung von Übergewicht verknüpft ist.

Auch für Menschen mit gesunden Nieren ist es nicht einfach, stets genügend L-Carnitin zu sich zu nehmen, da der Körper es nur zu ca. 54 bis 87 % aus der Nahrung resorbieren kann, was von deren Zusammensetzung und Zubereitungsart abhängig ist. Bei einer angestrebten Gewichtsabnahme mittels Ernährungsumstellung und Sport ist die zusätzliche Einnahme carnitinhaltiger Präparate sehr empfehlenswert, da sie zu einem verbesserten Umsatz von Fettsäuren führen.

Übergewichtige besitzen meist einen Stoffwechsel, welcher nicht an ihre persönliche körperliche Leistung angepasst ist. Mittlerweile wurde von Forschern der Universität Leipzig bzw. Rostock nachgewiesen, dass die zusätzliche Gabe von L-Carnitin auch bei Personen ohne eigentlichen Mangel den Abbau langkettiger Fettsäuren steigert3. D

ie Fettverbrennung kann durch Supplemente angeregt und die Gewichtsreduktion beschleunigt werden. Vor allem für leicht übergewichtige Personen, Sportler und Menschen mit einem erhöhten Energiebedarf sind diese Erkenntnisse 4 sehr nützlich.

Vitamine und Fettverbrennung

Auch viele Vitamine, wie zum Beispiel Vitamin C, Vitamin E und Vitamin B12 führen zu einer besseren und effektiveren Fettverbrennung, wobei auch die Anwesenheit von Calcium wichtig ist.

Besonders wichtig für den Fettstoffwechsel ist dabei Vitamin C, da es alle Hormone überwacht, welche am Energiestoffwechsel und der Zellbildung beteiligt sind. Wird Fett abgebaut, so wird auch Vitamin C verbraucht, weshalb es wichtig ist, immer für genügend Nachschub zu sorgen.

Vor allem Stress, Rauchen, die Einnahme der Pille oder bestimmte Krankheiten können sich negativ auf den körpereigenen Vitamin-C-Spiegel auswirken. Besonders in diesen Fällen ist es ratsam, Vitamin-C-Präparate für eine umfangreiche Fettverbrennung zu nutzen.

Ebenfalls für eine Unterstützung der menschlichen Fettverbrennung genutzt werden kann Linolsäure, eine zweifach ungesättigte Fettsäure aus 18 Kohlenstoffatomen. Sie sorgt für eine gesunde und dicke Darmschleimhaut, mit deren Hilfe bei der Verdauung viel mehr Fett in Energie umgewandelt als in Fettdepots gespeichert wird. Konjugierte Linolsäure (CLA) ist zudem dazu in der Lage, einer Verringerung der Muskelmasse entgegenzuwirken 5. Vor allem reduziert CLA Fettpolster an Bauch und Beinen, wobei besonders Fett im Abdominalbereich mit einer Erhöhung des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht wird.

Fazit

Um langfristig und effektiv an Gewicht zu verlieren, sind eine diätetische Ernährung und genügend körperliche Betätigung in Form von Sport unerlässlich. Da aber viele übergewichtige Menschen wenn auch nur geringfügige Störungen ihres natürlichen Fettstoffwechsels aufweisen, ist es eine gelungene Unterstützung, zusätzlich zu Diät und Fitnessprogramm bestimmte Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, welche die Fettverbrennung nicht nur anregen, sondern auch steigern können.

Inzwischen ist bekannt, dass neben L-Carnitin auch Vitamin C und Vitamin E sowie Linolsäure zu einem verbesserten Fettstoffwechsel beitragen und dafür sorgen, dass weniger Fett vom Körper eingelagert und dafür mehr verbrannt wird. Sie können außerdem dem gleichzeitigen Verlust von Muskelmasse während einer Diät vorbeugen und die Energiebereitstellung verbessern.

Studien zu Vitaminen, Carnitin und Fettverbrennung

  1. Parks, E. J. et al.: Dietary Sugars Stimulate Fatty Acid Synthesis in Adults. In: J. Nutr. Bd. 138 (2008)
  2. VERA-Schriftenreihe: Lebensmittel- und Nährstoffaufnahme in der BRD (1985€“1989), Band XII, Wissenschaftlicher Fachverlag, Niederkleen, 1994
  3. Peter Billigmann,Stefan Siebrecht: Physiologie des L-Carnitins und seine Bedeutung für Sportler. 2004
  4. Lorenz H: Der Einfluss von L-Carnitin auf die Fettoxidation, den Proteinturnover und die Körperzusammensetzung bei leicht übergewichtigen Erwachsenen. Dissertation: Universität Rostock, 2004
  5. Gaullier J. M., Syvertsen C., Halse J., Høivik H. O., Einerhand A. W. C., O`Shea M. and Gudmundsen O. Conjugated linoleic acid induces regional-specific decreases in fat mass in a 6 months clinical trial, FASEB J 20 (5) 2006, A18